Sechs Wege, um deine KI-Nutzung grüner zu gestalten – Klicks & Klima #Folge 02
Shownotes
Links und Hintergründe:
Handeln: Den gesamten Lebenszyklus im Blick: Tipps für nachhaltigere KI-Entwicklung und -Nutzung
Handeln: CO2-Sorgen bei GenAI? So nutzt du Sprachmodelle sparsamer
Tech-Blogger stk zu einem verhältnismäßigem Einsatz großer Sprachmodelle (Schiffsdieselmotorvergleich /Vortrag auf Youtube)
Sprachmodelle verbrauchen Schätzungen zufolge rund zehnmal so viel Energie wie eine normale Internetsuche.
Wie man trotz KI-Hype grüne Suchmaschinen findet – mit Tipps zu grünen und KI-freien Suchmaschinen und Anleitung zur KI-Deaktivierung in Chrome
Studie: Menschen vergessen Informationen, von denen sie glauben, dass sie leicht online zu finden sind
Spezialisiertes KI-Modell des HIIG: Simba
RESET-Interview zu Public Interest AI mit Dr. Theresa Züger (HIIG): Künstliche Intelligenz für das Gemeinwohl braucht ein anderes Technologieverständnis
Digitale Sprachbarrieren abbauen: Simba will das Internet für alle verständlicher machen (Artikel auf RESET)
Website von Edgar Linscheid
Weiterlesen
auf RESET.org:
Lösung: Der „Wann-ist-GenAI-sinnvoll-Werkzeugkasten“: Stefan Kaufmann über KI in der Verwaltung
Handeln: CO2-intensive KI-Features umgehen: Mit Open Source kannst du dem Walled-Garden entkommen
Hintergrund: Bei nachhaltiger KI geht es um mehr als grüne Rechenzentren
Hintergrund: Gibt es nachhaltige Sprachmodelle? Drei Perspektiven aus der aktuellen Debatte um KI und GenAI
Big-Tech-Alternativen aus der EU: Warum die Zukunft in lokalen Lösungen liegt
Wir danken der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für die Förderung dieser Podcastfolge!
Mehr Podcastfolgen zu nachhaltig-digitalen Themen findet ihr unter https://reset.org/podcast/
Transkript anzeigen
00:00:22: Klicks und
00:00:22: Klima.
00:00:23: Wir denken Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammen.
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Folge von Klicks & Klima!
00:00:34: In der ersten Folge haben wir auf die ökologischen und sozialen Folgen geschaut, die hinter jeder Anfrage an ein KI-Sprachmodell wie Chatibitie und Co stecken.
00:00:44: In Folge zwei beschäftigen wir uns damit, wie wir KI-Anwendungen bzw.
00:00:48: Sprachmodelle nachhaltiger nutzen können.
00:00:51: Das ordnet meine Reset-Kollegen Indra Jungloth einmal für uns
00:01:10: ein.
00:01:15: Zum Beispiel hat man sich schon an die Perspektive gewöhnt.
00:01:17: Wenn ich eine Tafelschokolade in der Hand habe, dann weiß ich, dass sie eine lange Reise hinter sich hat, das in irgendeinem Land Rohstoffe produziert worden sind, die über Zwischenhändler einen anderen Teil der Welt verschifft wurden und die finale Schokolade wieder einem komplett anderen Ort entstanden ist – auch dieser Ort nicht mit dem übereinstimmen wo ich die am Ende kaufe!
00:01:40: Und so ähnlich ist es auch mit KI- und vor allem mit Sprachmodellen.
00:01:45: Die Daten, mit denen ein Sprachmodell trainiert wurde sammeln große Unternehmen aus sämtlichen digitalen Spuren die Menschen irgendwo im Internet hinterlassen haben.
00:01:56: Die wiederum werden dann von Subunternehmern in Niedriglohnländern resortiert wie zum Beispiel in Kenia oder Indonesien.
00:02:04: Die Entwicklung wiederum und das Training des Modells auf Basis dieser Daten findet dann in einem Rechenzentrum in den USA statt.
00:02:14: Widerum befinden sich Server, die aus Materialien, Bilizium oder Kobalt und anderen seltenen Erden bestehen, die im Kongo- oder Vietnam gewonnen worden sind.
00:02:24: Und wenn wir dann am Ende eine Anfrage an das jeweilige Sprachmodell stellen, dann kommt die Antwort vielleicht aus einem Rechenzentrum in Norwegen – auch damit ist diese ganze Kette eigentlich noch nicht zu Ende.
00:02:37: Insbesondere die Server mit AICHIPS haben eine ziemlich kurze Lebensdauer von wenigen Jahren und die wiederum landen oft als Elektroschrot in Ländern wie Indien, China oder Nigeria.
00:02:48: Wenn wir die Frage nach der Nachhaltigkeit von KI stellen, dann müssen wir eigentlich all die Stationen, die Inra gerade skizziert hat mit betrachten!
00:02:56: Die nachhaltigste Nutzung wäre wohl ganz auf große KI-Sprachmodelle zu verzichten – aber für viele von uns ist KI längst Teil des digitalen Alltags geworden.
00:03:06: Die entscheidende Frage ist also nicht so sehr… ob wir KI nutzen, sondern wie wir sie nutzen.
00:03:12: Gerade im Hinblick auf die Entwicklung von KI haben wir als individuelle Userinnen und User natürlich nur einen sehr begrenzten Handlungsspielraum – aber trotzdem gibt es ein paar einfache Fragen, die wir uns stellen können um für uns selbst eine bewusstere und ressourcenschonendere KI-Nutzung zu erreichen.
00:03:31: Frage Nummer eins lautet, brauche ich für diese Aufgabe wirklich ein großes Sprachmodell?
00:03:38: Denn KI-Modelle wie Chatchi BT sind keine Spezial, sondern Universalwerkzeuge und können fast alles ein bisschen.
00:03:44: Aber nichts davon besonders effizient!
00:03:48: Der Techblogger SDK beschreibt das so – ich kann eine Dose Ravioli auch mit einem Schiffsdieselmotor aufwärmen.
00:03:55: Das heißt aber nicht dass es sinnvoll ist.
00:03:57: Eine Anfrage an Chatcha BT verbraucht rund zehnmal mehr Energie als eine klassische Suchanfrage Und oft bringt euch die Suchmaschine eures Vertrauens auch schnell ans Ziel und ist für bestimmte Anfragen völlig ausreichend, wobei auch die klassische Internetsuche inzwischen mit KI-Funktionen vollgestopft ist.
00:04:15: Die allermeisten Suchmaschinen zeigen inzwischen KI Zusammenfassung direkt über den Ergebnissen an – auf den ersten Blick super!
00:04:22: Das erspart die aufwendige Eigengragescherche oder?
00:04:26: Meine Kollegin Kezia Rice aus der Englischen Research Redaktion findet solche KI-Zusammenfassungen eher problematisch.
00:04:58: Dass Leute vergessen Information, fährt einfach hier.
00:05:03: Wenn sie wissen dass sie nochmal das gleiche Informationen herausfinden kann durch ein Suchmaschine Sie verenden wirklich unser Gehirn und vielleicht wir können erst mal denken.
00:05:16: Kann ich jemanden fragen der Internet
00:05:19: ist
00:05:19: habe Ich diese information schon gespeichert in meinem Computer?
00:05:25: Ich glaube, das ist auch wichtig unsere Beziehung mit Suchern und Submaschinen
00:05:30: zu verändern.
00:05:31: Wir sollten besuchen ein bisschen mehr meinvoll zu sein wenn wir etwas im Internet
00:05:37: suchen.".
00:05:38: Das heißt, wenn wir Antworten fertig serviert bekommen ohne zu sehen woher sie kommen und ohne sie selbst nochmal zu prüfen dann verändert es nicht nur unsere Informationssuche sondern auch wie wir denken und erinnern.
00:05:51: Und hier passieren durch die Einbindung von KI-Tools natürlich auch Rechenoperationen, die wieder einen zusätzlichen Ressourcenverbrauch haben.
00:05:59: Die Frage ist – kann ich solche KI-Funktion überhaupt vermeiden?
00:06:03: Ich bin da ehrlich gesagt bei meiner Standardsuchmaschine nicht auf die Schnelle fündig geworden!
00:06:08: Dazu nochmal Käsia
00:06:17: zum Beispiel in Google Chrome.
00:06:19: Man kann diese
00:06:21: KI-Ubersicht
00:06:22: vermeiden
00:06:23: mit einer
00:06:24: Veränderung in den Einstellungen.
00:06:26: Zweitens, man kann andere Südmaschinen nutzen.
00:06:30: Es gibt ein paar zum Beispiel Mojeak Das ist ein britischer und gut das ist von Deutschland Und sie nutzen kein KI Ubersicht.
00:06:42: Die Tipps zu alternativen Suchmaschinen von Casio und auch den Guide für die Änderung der KI-Einstellungen in Google Chrome findet ihr in den Shownotes.
00:06:50: Noch mal zurück zur Metapher mit der Dose Ravioli!
00:06:53: Mit meinem Campingkocher kann ich die natürlich deutlich effizienter warm bekommen als mit einem Schiffsdieselmotor – man braucht eben einfach das richtige Werkzeug, und das kann natürlich auch eine spezialisierte KI Anwendung sein.
00:07:07: Ein schönes Beispiel dafür wäre das KI Tool Simba.
00:07:10: Das kann genau eine Sache, nämlich komplexe deutsche Texte im Netz in einfache Sprache übersetzen.
00:07:17: Zum Beispiel für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit geringen Deutschkenntnissen.
00:07:21: Entwickelt wurde Simba von einem Team aus Forschenden vom Alexander-Vom Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft dem HIEG – und zwar eben nicht als universal KI für alles Mögliche sondern als spezialisiertes Modell für diese ganz bestimmte Aufgabe!
00:07:37: Genau dadurch arbeitet es deutlich effizienter als die großen Sprachmodelle.
00:07:42: Außerdem ist Simba frei verfügbar, soweit möglich quäl offen und bewusst nicht kommerziell konzipiert.
00:07:49: Die Grundidee dahinter nennt sich übrigens Public Interest AI – das sind also KI-Anwendungen, die gezielt für einen gesellschaftlichen Nutzen entwickelt werden statt möglichst groß, möglichst dominant oder möglichst profitabel zu sein!
00:08:04: Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann empfehle ich euch ein Interview von Reset mit Dr.
00:08:08: Theresa Züger der Projektleiterin am HIIG.
00:08:12: Den Link zum Artikel findet ihr in den Show Notes.
00:08:15: Kommen wir zur Frage Nummer zwei für eine nachhaltigere KI-Nutzung.
00:08:19: Sie lautet – muss es unbedingt Big Tech sein?
00:08:23: Die meisten gängigen KI-Anwendungen stammen ja nun mal von einigen wenigen großen Tech-Konzern aus den USA, ChatGPT von OpenAI, Gemini von Google, Co-Pilot von Microsoft und so weiter.
00:08:37: Dieser Handvoll von Big Tech Unternehmen profitiert massiv davon wenn wir ihre Dienste nutzen – auch wenn viele der Anwendung mehr oder weniger kostenfrei verfügbar sind!
00:08:47: Es geht dabei aber nicht nur um Geld….
00:08:49: Es geht auch um Daten, Marktanteile und um Abhängigkeiten.
00:08:53: Je mehr Menschen diese Systeme nutzen, desto stärker werden sie Teil unserer digitalen Infrastruktur – und desto mehr Macht konzentriert sich bei einigen wenigen Konzernen.
00:09:04: Warum dieses Marktmonopol problematisch ist, ökologisch, sozial- und politisch, das könnt ihr noch mal in Folge eins von Klicks & Klima nachhören!
00:09:13: Durch ihren großen Einfluss auf unsere digitale Welt, bestimmen diese Unternehmen zunehmend wie unsere Digitale Öffentlichkeit funktioniert.
00:09:21: Deshalb lohnt sich zu schauen muss es immer der größte Anbieter sein?
00:09:26: Gerade im KI-Bereich entstehen inzwischen auch kleinere offene oder europäische Alternativen zum Beispiel das französische KI-Unternehmen Mistral und auch Open Source Modelle die unabhängiger genutzt werden können.
00:09:39: natürlich lösen auch dienlich automatisch alle Nachhaltigkeitsprobleme Aber sie können helfen, digitale Macht etwas breiter zu verteilen.
00:09:48: Kommen wir von den ganz großen Playern wieder zum Nutzer und damit zur Frage drei.
00:09:53: Behandle ich den Chatboard gerade wie einen Menschen?
00:09:56: Viele von uns kommunizieren mit Kaise-System inzwischen fast wie mit echten Personen.
00:10:01: Hallo ChatGPT!
00:10:02: Kannst du mir helfen?
00:10:04: Dankeschön!
00:10:05: Neu ist es nicht.
00:10:07: IKEA hatte schon im Jahr twentyfünf eine virtuelle Kundenberaterin namens Anna Und die begrüßte KundInnen stellte Rückfragen und führte scheinbar natürliche Gespräche.
00:10:17: Große Sprachmodelle treiben dieses Prinzip heute aber deutlich weiter!
00:10:22: Sie wirken oft so überzeugend menschlich, dass wir ganz automatisch soziale Regeln auf sie übertragen.
00:10:28: Das Problem dabei ist – jede zusätzliche Eingabe muss von der KI verarbeitet werden.
00:10:33: Jedes Hallo, jedes Danke, jede neue Rückfrage erzeugt zusätzliche Tokens & Turns.
00:10:41: Wahrscheinlich wird die Welt nicht gleich davon untergehen, wenn wir höflich zu ChatGPT und Co.
00:10:45: sind – aber in der Summe macht es eben doch einen Unterschied!
00:10:50: Man muss deshalb auch nicht absichtlich unhöflich sein, aber es kann helfen sich bewusstzumachen.
00:10:55: ich chatte hier NICHT mit einem Menschen.
00:10:57: KI-Chatbots haben keine Gefühle sie können sich nicht freuen, nicht beleidigt sein und auch keine Beziehungen zu uns aufbauen, auch wenn Sie manchmal genau diesen Eindruck vermitteln.
00:11:07: Hier wird das aber noch auf einer anderen Ebene interessant.
00:11:10: Wir können nämlich mit unseren Eingaben beeinflussen, wie die KI antwortet bzw.
00:11:15: wie sie arbeitet.
00:11:16: und das bringt uns zu Frage Nummer vier für eine nachhaltigere KI-Nutzung.
00:11:21: Kann ich meine Anfrage so formulieren dass die KI weniger rechnen muss?
00:11:26: Ein wichtiger Faktor ist tatsächlich Wie wir mit ChatGPT, Gemini & Co sprechen wer also unsere Anfrage aussieht.
00:11:34: Studien und Analysen zu Sprachmodellen zeigen, je länger und komplexer die erzeugte Antwort ist, desto mehr Rechenleistung wird benötigt und desto höher ist der Energie-und Wasserverbrauch.
00:11:44: Und übrigens auch die Belastung für den genutzten Hardware!
00:11:47: Das jeweilige KI-Modell gibt ja nicht einfach fertige Antworten aus sondern berechnet den ausgegebenen Text Schritt für Schritt.
00:11:55: Der Autor Edgar Lindscheid empfiehlt deshalb Sustainable Prompting Das meint, dass wir Anfragen so formulieren das möglichst wenige Schleifen entstehen.
00:12:05: Da geht es nicht darum möglichst kurz zu formulieren sondern so klar, dass wird das Ergebnis direkt bekommen und eben nicht noch fünfmal nachhaken müssen.
00:12:15: also je weniger Korrekturschleifen ich brauche desto effizienter wird die Nutzung.
00:12:21: viele Systeme bieten außerdem Einstellungen mit denen sich die Outputs standardmäßig kürzer oder strukturierter ausgeben lassen.
00:12:28: Man kann den Chatbot auch dazu anweisen, Wiederholungen der Frage oder Einleitungssätze zu vermeiden.
00:12:34: Und solche Anweisung lassen sich auch speichern so dass sie nicht immer wieder neu eingegeben werden müssen.
00:12:40: Das spart nicht nur Ressourcen sondern ist auch für uns UserIn effizienter.
00:12:45: Wir können außerdem darauf achten Funktionen wie DeepResearch in ChatTBT oder erweiterte Denkmodi in anderen KI-Modellen nur sehr bewusst einzusetzen.
00:12:55: Die erzeugen nämlich auch wieder mehr Rechenaufwand als einfache Abfragen.
00:12:59: Und wenn wir das jetzt weiter denken, kommen wir zu Frage Nummer fünf.
00:13:04: Muss das Bild von einer KI erzeugt werden?
00:13:06: Die Generierung von Bildern und Videos ist in Sachen Rechenleistung nämlich nochmal deutlich aufwendiger als Text.
00:13:13: Das hängt damit zusammen dass hier nicht nur Sprache berechnet wird sondern ganze visuelle Strukturen also Millionen von Bildpunkten die Schritt für Schritt erzeugт werden.
00:13:23: Hier zweimal zu überlegen, ob es unbedingt ein KI-generiertes Bild sein muss lohnt sich deshalb besonders.
00:13:29: Viele Bilddatenbanken wie Paxils an Splash oder Wikimedia Commons bieten von Menschen erstellte Inhalte kostenlos und freienutzbar an.
00:13:38: Diese Inhalten sind bereits erstellt und geprüft und müssen nicht jedes Mal neu berechnet werden.
00:13:44: Zwar lassen sie auch auf solchen Plattformen vermehrt KI generierte Inhalts finden aber das Grundprinzip bleibt bestehen!
00:13:52: Bereits vorhandene Inhalte wiederzuverwenden, ist besser und ressourcenschonender als neue zu generieren.
00:13:58: Und wenn es doch ein KI-Bild sein muss gilt wieder das Prinzip des Sustainable Prompting.
00:14:04: Je klarer die Anfrage, desto weniger Versuche braucht es und desto effizienter wird es.
00:14:09: Egal ob Text, Bild oder Video – all das entsteht ja nicht einfach magisch in der KI sondern läuft immer über echte Infrastruktur!
00:14:18: Und genau da setzt die letzte Frage für eine nachhaltigere KI-Nutzung an.
00:14:23: Frage Nummer sechs lautet, auf welchen Servern läuft diese KI eigentlich?
00:14:28: Denn jede KI Anwendung braucht Rechenzentren und die werden teils unterschiedlich betrieben.
00:14:34: Ein Teil dieser Infrastrukturen läuft inzwischen mit erneuerbaren Energien oder einen sogenannten Green Hosting ansetzen.
00:14:41: Manche Anbieter versuchen also ihre Rechencentren klimafreundlicher zu betreiben.
00:14:46: Gleichzeitig ist das aber ein Bereich, in dem sich vieles schwer überprüfen lässt.
00:14:51: Das ordnet mein Kollege Ben Lux für uns ein.
00:14:54: Die Frage nach grümen Hosting von Sprachmodellen ist so ein bisschen schwierig.
00:14:58: Der Forscher Rainer Reak hat mir mal auf die Frage nach Grün gehosteten Alternativen oder Varianten von Chatchi Petit gesagt.
00:15:05: Das ist im Grunde genommen wie ein kleines Pflaster auf einem offenen Beinbruch.
00:15:09: Das fand ich beschreibt es ganz gut weil eben auch schon vor dem Hosting der Sprach-Modelle sehr viel passiert was wir aus ökologischer und auch sozialer Sicht lieber vermeiden sollten.
00:15:20: Dementsprechend würde ich sagen, sind grüne KI's meist greenwashing können aber natürlich wenn wir gar nicht an Sprachmodellen vorbeikommen sagen das es generell ist im Internet besser grün zu hosten als anders.
00:15:34: Greenhosting is bei Gen AI Modeln also tendenziell ein sehr kleiner Tropfen auf einen sehr großen sehr heißen Stein.
00:15:42: Und wie sieht es bei kleinen spezialisierten Anwendungen aus?
00:15:46: Dazu nochmal Ben.
00:15:48: Wenn zum Beispiel Forschungseinrichtungen Sprachmodelle mit kleinen Datensätzen trainieren, die auf offenen Daten z.B.
00:15:54: basieren und die vorher geprüft werden und eben nicht mit Klickarbeitern vorsortiert werden dann sind das kleine Spezialisierteren und weitaus unbedenklichere Lösungen.
00:16:04: Da ist grünes Hosting wirklich sehr sinnvoll!
00:16:08: Ihr merkt schon, bei den sechs Fragen für eine bewusstere, ressourcenschonendere KI-Nutzung gibt es keine einfachen oder pauschalen Antworten.
00:16:17: Im Kern geht es aber bei allen sechs Fragen die wir in dieser Folge durchgespielt haben um das selbe – dass wir nicht vergessen, dass KI kein unsichtbares Werkzeug im digitalen Raum ist.
00:16:28: Dahinter steckt eine reale Infrastruktur – Energie-, Rechenzentren-, Rohstoffe und Unternehmen, die diese Systeme kontrollieren!
00:16:37: Wenn wir uns das bewusst machen, können wir besser entscheiden wann und wie wir KI nutzen... ...und wann wir eben auch gut darauf verzichten können.
00:16:45: Und damit sind wir am Ende dieser Folge angekommen!
00:16:48: In der nächsten Episode von Klicks & Klima schauen wir uns an was eigentlich hinter all dem steckt, was wir heute ganz selbstverständlich nutzen.
00:16:55: Laptops, Smartphones und die Server auf denen alles läuft – also die Hardware der digitalen Welt.
00:17:01: Mein Name ist Lydia Skrabania, bleibt dran und bis zur nächsten Folge!
00:17:28: Ein Podcast von Reset Digital for Good.
00:17:33: Diese Podcastfolge wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
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